
Was ist eine Ohrenkorrektur (Otoplastik)?
Die Ohrenkorrektur, medizinisch als Otoplastik bezeichnet, ist ein chirurgischer Eingriff zur Korrektur von angeborenen oder erworbenen Formfehlern, insbesondere des Außenohrs. Obwohl dieser als Abstehohren bekannte Zustand kein Gesundheitsrisiko darstellt, kann er dazu führen, dass sich die Person mit ihrem Aussehen unwohl fühlt und mit der Zeit ein mangelndes Selbstvertrauen entwickelt. Die Otoplastik ist eine wirksame Lösung, um ästhetische Bedenken auszuräumen und die psychosoziale Anpassung zu verbessern.
Andere ästhetische Probleme am Ohr
Neben Abstehohren gehören unverhältnismäßige Größe oder Kleinheit, Knorpelverformungen und traumabedingte Formveränderungen zu den weiteren ästhetischen Problemen. Solche Probleme können sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen auftreten. Auch Symmetriefehler, nach vorne geneigte Ohren oder der Formverlust des Ohrläppchens können einen ästhetischen Eingriff erforderlich machen.
Wann sollte eine Otoplastik durchgeführt werden?
Die Ohrentwicklung ist im Kindesalter weitgehend abgeschlossen. Insbesondere bis zum Alter von 5-6 Jahren sind 80 % der Ohren entwickelt. Daher gilt das Vorschulalter als der ideale Zeitpunkt für eine Otoplastik. Eingriffe in diesem Alter verringern die psychologischen Folgen für Kinder und stärken ihr Selbstvertrauen im sozialen Leben. Dennoch können ästhetische Operationen in jedem Alter durchgeführt werden.
Wie wird eine Ohrenkorrektur durchgeführt?
Die Otoplastik wird je nach Bedarf des Patienten unter Lokal- oder Vollnarkose durchgeführt. Während des Eingriffs wird meist ein Schnitt hinter dem Ohr gesetzt, wodurch sichtbare Narben vermieden werden. Der Knorpel wird neu geformt, um das Ohr in eine normale Position zu bringen. Das Narbenrisiko ist minimal, und die Spuren verschwinden nach einigen Jahren fast vollständig.
Wie verläuft der Prozess nach der Operation?
In den ersten Tagen können leichte Schmerzen, Ödeme oder Empfindlichkeit im Ohrbereich auftreten. In einigen Fällen wird ein Verband angelegt, um die Form des Ohrs zu schützen. Die Heilung verläuft in der Regel schnell; der Patient kann nach wenigen Tagen in den Alltag zurückkehren. Das Tragen eines Stirnbandes für den vom Arzt empfohlenen Zeitraum unterstützt die Dauerhaftigkeit der Ergebnisse.