Verbrennungs- und Wundbehandlungen

Verbrennungs- und Wundbehandlungen

Verbrennungs- und Narbenkorrektur: Behandlungsprozess von Narben und Gewebeverlust

Verbrennungen, die infolge eines Unfalls oder einer fehlerhaften Anwendung entstehen, können dauerhafte Narben hinterlassen, insbesondere im Gesicht, an den Händen und in anderen sichtbaren Bereichen. In ähnlicher Weise können Folgeschäden, die sich nach einer Krankheit als Funktions- oder Gewebestörung manifestieren, zu Deformationen am Körper führen. Durch Verbrennungs- und Narbenrekonstruktion können diese Spuren, Deformationen und Funktionsverluste je nach Fall weitgehend reduziert oder in einigen Fällen sogar vollständig beseitigt werden.

Verbrennungsfälle werden im Allgemeinen in drei Grade eingeteilt. Verbrennungen ersten Grades betreffen nur die oberste Hautschicht und können starke Schmerzen verursachen. Verbrennungen zweiten Grades erreichen die tieferen Hautschichten; in diesem Bereich werden Schwellungen, leichte Blasenbildung und mäßige Schmerzen beobachtet. Verbrennungen dritten Grades durchdringen alle Hautschichten und können das darunter liegende Gewebe wie Fettschicht, Muskeln, Sehnen und sogar Knochengewebe schädigen. Bei solchen Verbrennungen tritt meist kein Schmerzgefühl auf, da auch die Nervenenden geschädigt sind. Je größer die verbrannte Fläche ist, desto höher ist das lebensbedrohliche Risiko. Zudem können elektrische Verbrennungen unabhängig von der Oberfläche schwere Schäden an inneren Geweben und lebensbedrohliche Situationen verursachen.

Die Rekonstruktion von Verbrennungen und deren Folgen erfordert je nach Grad der Schädigung und der Stelle am Körper unterschiedliche Behandlungsansätze. Bei Bedarf können chirurgische Methoden wie Gewebetransplantation oder Gewebeverschiebung, auch Lappenchirurgie genannt, angewandt werden. Insbesondere chemisch und strahlungsbedingte Verbrennungen können den Heilungsprozess verlängern und die Wahrscheinlichkeit einer Narbenbildung erhöhen. In diesem Prozess spielt die Anleitung durch Fachärzte eine entscheidende Rolle, um sowohl ästhetisch als auch funktionell erfolgreiche Ergebnisse zu erzielen.

 

Diabetischer Fuß: Symptome, Ursachen und moderne Behandlungsmethoden

Probleme wie nicht heilende Wunden, Infektionen oder Geschwüre, die bei Diabetikern auftreten, werden als diabetischer Fuß definiert. Die diabetische Fußerkrankung kann bei etwa 20 Prozent der Diabetiker auftreten. Sie entwickelt sich meist bei Patienten, die seit vielen Jahren an Diabetes leiden oder deren Blutzucker nicht unter Kontrolle gehalten werden kann. Wenn keine frühzeitige Diagnose und wirksame Behandlung erfolgt, können schwerwiegende Folgen wie der Verlust des Fußes oder des Beins eintreten.

Selbst einfache Probleme wie Druckstellen durch Schuhe oder eingewachsene Nägel können bei Diabetikern in kurzer Zeit zu einem Fußgeschwür werden. Wenn Symptome wie Taubheitsgefühl, Brennen oder Gefühlsverlust im Fuß bemerkt werden, muss ohne Zeitverlust ein Facharzt aufgesucht werden. Dank frühzeitiger Intervention kann die Krankheit kontrolliert werden, bevor sie fortschreitet.

Der diabetische Fuß ist eine langsam fortschreitende Krankheit, die sich oft ohne Symptome entwickelt. Im ersten Stadium tritt Trockenheit am Fuß auf; mit der Zeit beginnen eine Abnahme des Tastsinns und Nervenschäden. Durch die Beeinträchtigung der Nerven können sich Fußdeformitäten entwickeln. Gleichzeitig verringern Gefäßverschlüsse den Blutfluss in diesem Bereich, was die Heilung erschwert. Selbst eine kleine Wunde kann sich bei Diabetikern mit der Zeit zu einem ernsten diabetischen Fußproblem entwickeln. Aus diesem Grund sollten Patienten auf die Blutzuckerkontrolle achten und den Empfehlungen ihrer Ärzte zur Fußpflege folgen.

Wenn ein diabetischer Fuß nicht behandelt wird, muss der Fuß oder das Bein aufgrund einer fortschreitenden Infektion möglicherweise amputiert werden. Daher ist ein präventiver Ansatz von großer Bedeutung. In fortgeschrittenen Fällen kann eine chirurgische Reinigung von abgestorbenem Gewebe erforderlich sein. In den letzten Jahren bieten Gentherapie und Stammzellbehandlungen vielversprechende Ergebnisse bei der Behandlung des diabetischen Fußes und erhöhen die Heilungsraten.

 

Dekubitus: Ursachen, Stadien und Behandlungsmethoden

Dekubitus, auch Druckgeschwür oder Wundliegen genannt, tritt meist an Stellen mit Knochenvorsprüngen wie Hüfte, Rücken, Ferse und Ellenbogen auf. Diese Arten von Geschwüren können bei Personen auftreten, die lange Zeit unbeweglich in derselben Position verharren, insbesondere bei Personen, die im Krankenhaus liegen oder bettlägerig sind. Wenn sie nicht behandelt werden, können sie ein lebensbedrohliches Ausmaß erreichen.

Zu den häufigsten Ursachen für Dekubitus gehören ständiger Druck, Reibung, Feuchtigkeit und Geweberisse. Diese Faktoren führen dazu, dass Haut und Unterhautgewebe nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden, was schließlich zum Gewebetod führt.

Dekubitus wird von Stadium 1 bis Stadium 4 eingeteilt. Während in Stadium 1 nur eine Rötung beobachtet wird, können in Stadium 3 und 4 schwere Gewebeschäden und Nekrosen, also Gewebetod, auftreten. Druckgeschwüre im Stadium 1 und 2 können mit regelmäßigem Verbandwechsel und Hautpflege geheilt werden. Bei der Behandlung von Geschwüren in fortgeschrittenen Stadien kann jedoch eine chirurgische Überwachung und Intervention durch einen Facharzt für Plastische Chirurgie erforderlich sein.

Der wichtigste Schritt bei der Behandlung von Dekubitus ist die Reduzierung des Drucks im betroffenen Bereich. Zudem sollten Hygienebedingungen geschaffen werden, um das Infektionsrisiko zu verhindern, und bei Bedarf eine Antibiotikatherapie angewandt werden. Professionelle Verbandwechsel durch fachkundiges medizinisches Personal sind in der Wundpflege von entscheidender Bedeutung.

Darüber hinaus ist die Ernährung ein wichtiger Faktor bei der Wundheilung. Ein proteinreicher und ausgewogener Ernährungsplan beschleunigt den Heilungsprozess des Patienten. Der Behandlungsprozess ist Teamarbeit; er erfordert einen multidisziplinären Ansatz bestehend aus Plastischer Chirurgie, Infektiologie, Ernährungsberatern und Pflegepersonal. 

 

Hidradenitis Suppurativa

Hidradenitis Suppurativa ist eine chronische Hautkrankheit, deren Ursache nicht vollständig geklärt ist. Einer der akzeptierten Mechanismen ist, dass sie infolge der Verstopfung von Haarfollikeln in Bereichen mit hoher Schweißdrüsendichte wie Achselhöhle, Leiste, unter der Brust und im Hüftbereich auftritt. Diese Verstopfungen entwickeln sich mit der Zeit zu schmerzhaften Knoten und entzündlichen Läsionen, was die Lebensqualität ernsthaft beeinträchtigt.

Die Krankheit tritt am häufigsten in Bereichen auf, in denen Haut auf Haut trifft, wie in der Achselhöhle und im Leistenbereich. Seltener kann sie auch in Bereichen wie unter der Brust, im Hüftbereich und an der Oberschenkelinnenseite beobachtet werden. Selten kann sie auch in anderen Körperregionen auftreten.

Sie beginnt meist in den 20er Jahren, kann aber in jedem Alter auftreten. Nach dem 50. Lebensjahr wird eine deutliche Abnahme der Häufigkeit beobachtet. Die Diagnose kann meist durch eine klinische Untersuchung gestellt werden, und der erste Ansprechpartner sollte ein Dermatologe sein. Diese Krankheit sollte in Zusammenarbeit von Dermatologie, Plastischer Chirurgie und Allgemeinchirurgie behandelt werden. Chirurgische Entscheidungen sollten mit einem multidisziplinären Ansatz bewertet werden, wobei chirurgische Optionen insbesondere in Fällen im Vordergrund stehen, die nicht auf eine medizinische Therapie ansprechen.