
Welche Probleme löst eine Schläfenstraffung (Temporal Lift)?
Das Schläfenlifting ist eine chirurgische Verjüngungsmethode für Personen, die altersbedingt oder strukturell unter einem Absinken des äußeren Augenbrauenbereichs (laterale Braue), Hautansammlungen/Falten am Augenrand und einem Absinken des äußeren Augenwinkels (lateraler Kantus) leiden. Ziel ist es, durch das Anheben des äußeren Brauenendes, des Augenrandes und des Wangenknochenbereichs einen dynamischeren, lebendigeren und erholteren Gesichtsausdruck zu erreichen.
Für wen ist es geeignet?
- Personen mit herabhängenden äußeren Brauenkanten und einem „müden“ Ausdruck
- Personen mit ausgeprägten Falten und Hautüberschuss an den Augenrändern
- Personen mit leichter bis mäßiger Erschlaffung der Wangen und einer nach unten außen gerichteten Neigung
- Patienten, die von temporären Methoden wie Stirn-/Brauen-Botox oder Fadenlifting dauerhafte/langfristige Ergebnisse erwarten
Hinweis: Für jeden Patienten wird ein auf der Gesichtsanalyse basierender individueller Plan erstellt; das Schläfenlifting kann allein oder in Kombination mit Eingriffen wie einer Ober-/Unterlidstraffung (Blepharoplastik), einem Stirnlifting oder einem Mittelgesichtslifting durchgeführt werden.
Wie wird die Operation durchgeführt?
- Schnitte: Im Schläfenbereich werden ca. 3–5 cm lange kurze Schnitte direkt vor dem Haaransatz oder im Haar verborgen gesetzt.
- Präparationsebene: Eine sichere Mobilisierung erfolgt auf Ebene des Unterhautfettgewebes und der oberflächlichen Faszie (Temporoparietale Faszie/SMAS-Fortsätze).
- Vektor: Das äußere Brauenende, der Augenrand und das Wangenknochen-/Wangengewebe werden nach oben-außen gestrafft und fixiert.
- Nervenschutz: Der Stirnast des Gesichtsnervs wird unter strikter Einhaltung der anatomischen Ebenen sorgfältig geschont.
- Kombination: Bei Bedarf kann eine Ober-/Unterlidstraffung in derselben Sitzung durchgeführt werden; so wird sowohl Gewebeüberschuss entfernt als auch die Augenpartie verjüngt.
In einigen Fällen kann ein endoskopisches Schläfenlifting durch kleine Schnitte im Haar durchgeführt werden. Die Wahl der Methode hängt von der Hautdicke, der Gewebeelastizität und dem Grad der Erschlaffung ab.
Anästhesie und Dauer
- Anästhesie: Vollnarkose oder Sedierung + Lokalanästhesie
- Dauer: Durchschnittlich ~2 Stunden (kann bei kombinierten Eingriffen variieren)
- Entlassung am selben Tag: Die meisten Patienten können noch am selben Tag nach Hause zurückkehren.
Heilungsprozess
- Schmerz/Schwellung/Hämatome: Am stärksten in den ersten 48–72 Stunden; Reduzierung durch Kälteanwendung und Hochlagern des Kopfes.
- Fäden: Werden in der Regel am 5.–7. Tag entfernt.
- Soziales Leben: Innerhalb von 5–7 Tagen in leichtem Tempo; Make-up ist ab der 2. Woche erlaubt.
- Sport: Intensive Übungen außer Gehen werden für 3–4 Wochen verschoben.
- Endergebnis: Der Großteil der Schwellungen verschwindet in 2–3 Wochen, die endgültige Form zeigt sich nach 2–3 Monaten.
Narben und Haltbarkeit
Die Schnitte werden innerhalb der behaarten Kopfhaut oder passend zum Haaransatz platziert; Narben sind in der Regel nicht auffällig. Die Ergebnisse sind je nach Hautqualität, Mimikgewohnheiten und Lebensstil der Person langfristig wirksam; der natürliche Alterungsprozess schreitet jedoch fort.
Mögliche Risiken und Komplikationen
- Blutungen, Hämatome, Infektionen
- Vorübergehende Sensibilitätsstörungen, Ödeme und Blutergüsse
- Asymmetrie oder übermäßige/unzureichende Straffung
- Vorübergehende Einschränkung der Brauenbewegung durch den Stirnast des Gesichtsnervs (selten und vorübergehend)
- Narbenprobleme (selten, abhängig von der individuellen Wundheilung)