Kopf- und Halsregion Rekonstruktion

Kopf- und Halsregion Rekonstruktion

Gesichtsknochenbrüche: Diagnose, Reparaturmethoden und chirurgischer Prozess

Das Gesicht ist ein Bereich, der anfällig für Traumata ist, weshalb Knochenbrüche hier häufig vorkommen. Insbesondere Brüche des Jochbeins (Os zygomaticum), des Nasenbeins, des Unterkiefers (Mandibula) und des Oberkiefers (Maxilla) können durch Verkehrsunfälle, Sportverletzungen oder Stürze entstehen.

Das Hauptziel der Behandlung ist die Reparatur der Gesichtsknochen in ihrer korrekten anatomischen Position, um sowohl funktionell als auch ästhetisch keine dauerhaften Narben oder Deformationen zu hinterlassen. Zudem muss der Patient bei Gesichtsknochenbrüchen unbedingt umfassend auf Verletzungen des Schädels, des Halses, des Rumpfes und des Bauches untersucht werden. Der Ausschluss lebensbedrohlicher Zustände hat in diesem Prozess Vorrang.

 

Orbitale Frakturen (Augenhöhlenbrüche)

Bei Brüchen der Knochen um das Auge herum können bei Patienten Symptome wie Doppeltsehen (Diplopie), Einschränkungen der Augenbewegungen und ein Einsinken des Augapfels (Enophthalmus) auftreten. Dies kann sowohl die Sehfunktion als auch das ästhetische Erscheinungsbild beeinträchtigen. Zudem können je nach Schwere des Bruchs Schäden an den Sehnerven oder dem umliegenden Gewebe entstehen.

 

Diagnose und Bewertung

Bei der Diagnose von Gesichtsknochenbrüchen können klassische Röntgenaufnahmen in einigen Fällen Informationen liefern; für eine detaillierte Bewertung wird jedoch in der Regel die Computertomographie (CT) bevorzugt. Auf diese Weise werden Typ, Lage und die Beziehung des Bruchs zum umliegenden Gewebe klar definiert.

 

Chirurgische Planung und Behandlungsmethoden

Ein Behandlungsplan wird basierend auf der Stelle und Schwere des Bruchs sowie dem Allgemeinzustand des Patienten erstellt. Während in einigen Fällen eine medizinische Beobachtung und Ruhe ausreichen können, ist bei verschobenen Brüchen, die die Funktion oder Ästhetik beeinträchtigen, ein chirurgischer Eingriff erforderlich.

Bei der Chirurgie von Gesichtsknochenbrüchen stehen narbenfreie oder minimal-invasive Ansätze im Vordergrund. Wenn der Patient aufgrund des Traumas bereits einen Schnitt an einer geeigneten Stelle hat, kann dieser für den chirurgischen Zugang genutzt werden. Andernfalls erfolgt der Eingriff über den Mund, das Augenlid oder die Kopfhaut, sodass er von außen nicht sichtbar ist.

Während der Operation werden die gebrochenen Knochen mit Titanplatten und -schrauben stabilisiert. Diese Materialien sind biokompatibel und müssen in der Regel nicht entfernt werden.

 

Funktionelle und ästhetische Ergebnisse

Gesichtsknochenbrüche sind nicht nur für das Aussehen, sondern auch aus funktioneller Sicht wichtig. Insbesondere bei Ober- oder Unterkieferbrüchen kann der Zusammenbiss der Zähne (Okklusion) gestört sein. Dies kann negative Auswirkungen auf das Kauen, Sprechen und das ästhetische Gleichgewicht haben. Ebenso kann es bei asymmetrischen Brüchen zu Verlusten der Gesichtssymmetrie kommen. Ziel der Operation ist es, sowohl die ästhetische Integrität als auch den Kieferschluss wiederherzustellen.

 

Heilungsprozess und Pflege

In der postoperativen Phase sind Schwellungen und Blutergüsse im Gesicht normal. Diese Beschwerden klingen in der Regel innerhalb weniger Wochen ab. Bei Eingriffen im Augenbereich kann es vorübergehend zu Doppeltsehen oder eingeschränkter Augenbeweglichkeit kommen, was sich jedoch meist mit der Zeit bessert.

In Bezug auf die Ernährung werden in den ersten Tagen flüssige Lebensmittel empfohlen, insbesondere bei Patienten mit Kieferbrüchen. Je nach Heilungsverlauf wird auf weiche Kost umgestellt. Zudem werden bei postoperativen Blutungen oder Sickerblutungen Tamponaden und medizinische Unterstützung eingesetzt.