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Wann sollte eine Ohrenanlegung durchgeführt werden? Ideales Alter und Verfahren

20 Apr. Wann sollte eine Ohrenanlegung durchgeführt werden? Ideales Alter und Verfahren
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Was sind abstehende Ohren?

Eine Ohrenanlegung (Otoplastik) ist ein chirurgischer Eingriff, der durchgeführt wird, um das deutlich nach außen gerichtete Erscheinungsbild der Ohren zu korrigieren.

Die Deformität abstehender Ohren ist eine der am häufigsten vorkommenden angeborenen Formfehler des Ohres. Aufgrund einer strukturellen Besonderheit des Ohrknorpels steht die Ohrmuschel deutlicher als normal nach vorne ab.

Abstehende Ohren können insbesondere im Kindesalter das Selbstvertrauen beeinträchtigen.

Eine frühzeitige Behandlung ist sowohl in Bezug auf den technischen Erfolg als auch auf den psychologischen Gewinn vorteilhafter.

Dieser Zustand gehört zu den Problemen, die im allgemeinen Rahmen der Ohrenkorrektur bewertet werden. Aufgrund der sozialen und psychologischen Auswirkungen in der Kindheit und Pubertät sollte das Thema jedoch separat betrachtet werden.

In der Neugeborenenphase ist der Ohrknorpel durch den Einfluss des mütterlichen Östrogens weicher. Daher kann in den ersten Lebensmonaten eine Formungstherapie mit speziellen Apparaten durchgeführt werden, was eine operative Behandlung in manchen Fällen unnötig macht.

Wann sollte eine Ohrenanlegung durchgeführt werden?

Der Zeitpunkt für eine Ohrenanlegung liegt entgegen der allgemeinen Annahme bereits in jungen Jahren. Da die Ohrentwicklung zu etwa 80 % im Alter von 5–6 Jahren abgeschlossen ist, stellt dieser Zeitraum eine geeignete Phase für den Eingriff dar.

Insbesondere eine Operation im Vorschulalter trägt positiv zur psychischen Entwicklung bei, da das Risiko verringert wird, im sozialen Umfeld zum Ziel von Hänseleien zu werden.

Zudem ist der Ohrknorpel in diesem Alter weicher, was die chirurgische Formgebung erleichtert.

Wahl der Anästhesie bei der Ohrenanlegung

Die Methode der Anästhesie bei einer Ohrenanlegung variiert je nach Alter und klinischem Zustand des Patienten.

  • Zwischen 5–6 und 12–14 Jahren: In der Regel wird eine Vollnarkose bevorzugt.
  • Zwischen 14 und 18 Jahren: Der Eingriff kann unter Sedierung und Regionalanästhesie durchgeführt werden.
  • Erwachsene Patienten: Meist erfolgt der Eingriff unter reiner Lokalanästhesie, oft sogar unter klinischen Bedingungen.

Jeder Patient ist jedoch individuell. Bei Erwachsenen kann die Anästhesieform je nach allgemeinem Gesundheitszustand, Schmerzschwelle und persönlichem Wunsch angepasst werden.

Wie wird eine Ohrenanlegung durchgeführt?

Das Hauptziel bei der Korrektur abstehender Ohren ist es, dem Ohrknorpel eine dauerhafte Form zu verleihen. Dies geschieht in der Regel durch spezielle Nahttechniken (Fadentechnik).

In meiner klinischen Praxis wende ich bei Patienten, bei denen Nähte allein nicht ausreichen, zusätzlich Techniken zur Knorpelschwächung oder Schnitttechniken an.

Erwachsene Patienten, bei denen ich eine Sedierung oder Vollnarkose bevorzuge, gehören meist zu der Gruppe, bei der eine Formgebung allein durch Nähte nicht stabil genug wäre.

Ohne diese zusätzlichen Maßnahmen könnte das Risiko für ein Rezidiv (Rückfall) steigen. Daher erachte ich bei dieser Patientengruppe mindestens eine Sedierung für notwendig.

Heilungsprozess und Rückkehr in den Alltag

Der Heilungsprozess nach einer Ohrenanlegung verläuft bei den meisten Patienten sehr schnell und unkompliziert. Nach dem Eingriff wird ein spezieller Verband angelegt, um die Ohren zu schützen und die neue Form des Knorpels zu bewahren.

  • Verband und Stirnband: Die Verbände werden in der Regel nach 2–3 Tagen entfernt. Danach wird empfohlen, für etwa 2–3 Wochen ein Stirnband zu tragen.
  • Rückkehr in den Alltag: Patienten können meist innerhalb von 3–4 Tagen zu ihren täglichen Aktivitäten zurückkehren.
  • Einschränkung von Aktivitäten: In den ersten Wochen sollten Stöße gegen die Ohren unbedingt vermieden werden.

Wie lange dauert die Operation?

Eine Ohrenanlegung dauert in der Regel zwischen 45 Minuten und 1,5 Stunden. Die Dauer kann je nach Umfang des Eingriffs variieren.

Bleiben Narben zurück?

Da die Narben nach der Operation meist hinter dem Ohr liegen, sind sie von außen nicht sichtbar. Mit der Zeit verblassen sie fast vollständig.

Risiko eines Rezidivs (Rückfalls)

Ein wichtiger Aspekt nach einer Ohrenanlegung ist das Risiko, dass die Ohren wieder in ihre alte Position zurückkehren.

Generell gilt: Je früher die Ohrenanlegung durchgeführt wird, desto geringer ist die Rückfallquote.

Daher ist es für langfristig stabile Ergebnisse wichtig, den Eingriff bei geeigneten Patienten nicht unnötig hinauszuzögern.

Wer ist für diesen Eingriff geeignet?

Personen jeder Altersgruppe, die unter abstehenden Ohren leiden und sich dadurch ästhetisch oder psychisch belastet fühlen, können Kandidaten für diesen Eingriff sein.

Besonders bei Kindern sollte die Entscheidung jedoch unter Berücksichtigung der körperlichen Entwicklung und des psychischen Zustands getroffen werden. Jeder Behandlungsplan wird individuell erstellt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

In welchem Alter wird eine Ohrenanlegung durchgeführt?

In der Regel ist dies ab 5–6 Jahren möglich, da die Ohrentwicklung dann weitgehend abgeschlossen ist.

Können sich die Ohren nach der OP wieder lösen?

Bei korrekter Technik und geeigneter Patientenwahl ist das Risiko gering. In seltenen Fällen kann es jedoch zu einem teilweisen Wiederabstehen kommen.

Wie lange dauert die Heilung?

Patienten kehren meist nach 7–10 Tagen in ihren Alltag zurück. Schwellungen und Empfindlichkeit klingen innerhalb der ersten Woche ab.

Kann eine Ohrenanlegung auch bei Erwachsenen durchgeführt werden?

Ja, der Eingriff ist auch bei Erwachsenen problemlos möglich und wird oft unter Lokalanästhesie durchgeführt.

Der beste Ansatz für eine Ohrenanlegung wird in einer persönlichen Untersuchung festgelegt. Es wird empfohlen, eine Expertenmeinung für Ihre individuelle Bewertung einzuholen.