
Mia Femtech & Preserve Brustvergrößerungsmethoden: Risiken, Nachteile und was Sie vorher wissen sollten
Minimalinvasive und gewebeschonende Techniken wie Mia Femtech™ und Preserve™, die in letzter Zeit bei ästhetischen Brustvergrößerungen in den Vordergrund gerückt sind, gewinnen aufgrund von Vorteilen wie kleinen Schnitten, kürzerer Operationszeit, der Möglichkeit der Durchführung unter Lokalanästhesie oder Sedierung, schnellerer Genesung und weniger sichtbaren Narben an Popularität. Doch wie bei jeder medizinischen Anwendung haben auch diese Methoden gewisse Einschränkungen und potenzielle Risiken. In einigen Jahrzehnten wird es notwendig sein, die Vor- und Nachteile im Vergleich hervorzuheben.
Bevor wir tiefer in das Thema einsteigen, sollten Sie Folgendes wissen:
Entgegen der landläufigen Meinung muss eine Brustvergrößerung nicht zwingend unter Vollnarkose durchgeführt werden. Insbesondere wenn das Implantat in der subglandulären Ebene (über dem Muskel und unter dem Brustgewebe) platziert werden soll, kann eine Sedierung ausreichen. In den USA wird dies seit vielen Jahren in sogenannten "outpatient clinics" (Tageskliniken) praktiziert.
Während die durchschnittliche Narbenlänge bei klassischen Methoden etwa 4 cm beträgt, sinkt sie bei den neuen Techniken auf 2–2,5 cm. Bei guter Planung wird die Narbe in der Unterbrustfalte platziert und ist fast nicht wahrnehmbar.
Wenn Komplikationen auftreten – unerwünschte, aber erwartbare Probleme bei jedem medizinischen Eingriff – kann es notwendig sein, zur klassischen Methode zurückzukehren.
Der wichtigste Punkt ist, dass oft nur die Lokalanästhesie und die kurze Operationszeit hervorgehoben werden, bevor Langzeitergebnisse vorliegen.
Es entstehen hohe Kosten. Diese Methode, die Chirurgen insbesondere für die Ausbildung hohe Gebühren kostet, führt zu einer Franchise-Logik, bei der diejenigen, die ausgebildet wurden, die Ausbildung zu ähnlichen Preisen weitergeben. Es ist bedenkenswert, dass dieser Prozess vom Hersteller unterstützt wird.
Bevor Sie eine Entscheidung treffen, sollten Sie folgende Punkte berücksichtigen:
Nachteile & Zu beachtende Aspekte
Einschränkungen bei der Patientenauswahl
Diese Techniken haben Einschränkungen, die von Faktoren wie dem Zustand des Brustgewebes, der Hautelastizität, dem Grad der Erschlaffung und der anatomischen Struktur abhängen. Bei sehr hängenden Brüsten oder bei Personen, die ein großes Volumen wünschen, liefern sie möglicherweise nicht die erwarteten Ergebnisse.
Zudem sind sie für Patientinnen mit Voroperationen, deutlichen Gewebeschäden oder dichtem Narbengewebe oft nicht geeignet.
Grenzen der Implantatgröße
Methoden wie Mia Femtech zielen in der Regel auf eine Vergrößerung um 1–2 Körbchengrößen ab. Für größere Implantate können klassische Techniken erforderlich sein.
Bei sehr großen Volumina steigt das Risiko für Hautdehnung, ästhetische Unstimmigkeiten und ein unproportionales Erscheinungsbild.
Variabilität der Natürlichkeit und ästhetischen Ergebnisse
Bei minimalinvasiven Techniken ist die Narbe kleiner und die Wunde geringer; Variablen wie der Platzierungswinkel des Implantats, die subkapsuläre Position und die Struktur des Brustgewebes beeinflussen jedoch direkt das natürliche Aussehen.
Die Erwartung einer "schnellen Genesung" kann manchmal im Widerspruch zu der Zeit stehen, die das Ergebnis benötigt, um sich zu setzen und die Form zu stabilisieren.
Fortbestehendes Komplikationsrisiko
Klassische Komplikationen wie Kapselkontraktur (Verhärtung um das Implantat), Implantatverschiebung, Rippling (Faltenbildung) und Sinnesverlust können auch bei diesen Techniken auftreten. Auch wenn bisher oft behauptet wird, dies sei "nicht vorhanden", basiert dies nur auf einer begrenzten Anzahl von Fällen und kurzen Beobachtungszeiträumen. Beobachtungen zu klassischen Brustvergrößerungen liegen hingegen seit etwa 60 Jahren vor.
Auch wenn eine Lokalanästhesie bevorzugt wird, können postoperative Ödeme, Schmerzen und Empfindlichkeit auftreten.
Noch begrenzte Langzeitdaten
Diese Methoden sind relativ neu. Es gibt keine Follow-up-Studien über 10 Jahre oder länger; die vorhandenen sind zahlenmäßig begrenzt.
Zu Themen wie Revision (erneute Operation) und Implantatlebensdauer liegen im Vergleich zu klassischen Techniken weniger Daten vor.
Kosten und Zugänglichkeit
Aufgrund spezieller Geräte, patentierter Implantate und Techniken, die eine Schulung erfordern, sind die Kosten im Vergleich zu klassischen Operationen höher.
Management von Erwartungen
Patientinnen sollten vor der Operation realistische Erwartungen haben. Erwartungen wie "Perfektion", "extreme Vergrößerung" oder "makellose Symmetrie" können mit dieser Technik nicht immer erfüllt werden.
Kandidatinnen, die kleinere Volumina wünschen, sind oft Profisportlerinnen oder Soldatinnen. Der Raum für das Implantat wird jedoch mit einem Spezialinstrument geschaffen; wenn kein geeigneter Raum entsteht, muss die klassische Methode angewendet werden. Auch bei unerwarteten Blutungen kann diese Methode nicht angewendet werden.
Nachsorgezeit und Einschränkungen nach der Operation
Auch wenn der Eingriff minimalinvasiv ist, müssen während des Heilungsprozesses bestimmte körperliche Aktivitäten vermieden werden. Obwohl es keine eindeutigen Informationen gibt, beträgt dieser Zeitraum meist 2–4 Wochen. Bei der klassischen Methode beträgt die Einschränkung bei submuskulärer Platzierung 4–6 Wochen, bei subglandulärer Platzierung 2–4 Wochen.
Wie bei jeder Operation können Drainagen, Schwellungen, Blutergüsse, Bandagen/Kompressionskleidung und vorübergehendes Unbehagen auftreten.
Fazit
Obwohl Techniken wie Mia Femtech und Preserve bedeutende Vorteile wie kleinere Narben, kurze Genesungszeiten und Gewebeschutz in der Brustästhetik bieten, sind sie nicht für jede Patientin geeignet. Es ist notwendig, Erwartungen realistisch zu steuern und zu bedenken, dass Langzeitergebnisse noch nicht bekannt sind.
Wenn Sie glauben, dass Sie für eine Vergrößerung um 1–2 Körbchen, ein Implantat mit geringerer Projektion und eine subglanduläre Platzierung mit relativ weniger Narben geeignet sind, kann dies bereits mit klassischen Brustvergrößerungsmethoden durchgeführt werden. Da Langzeit-Sicherheitsdaten noch nicht vorliegen, ist es möglicherweise nicht richtig, diese Techniken als erste Option in Betracht zu ziehen.